Dresden – Die Welt der DDR

Ein nostalgischer Streifzug durch den Alltag in der Welt der DDR

 

„Der Sommer schnurrte in der Sonne wie eine Katze.“ Es muss ein Tag wie heute gewesen sein, als Erich Kästner diese Worte so treffend eingefallen sind.  Auf dem Weg zur Ausstellung Welt der DDR komme ich an seiner Statue auf der Mauer am Albertplatz vorbei. Gleich gegenüber sehe ich schon den kleinen schwarzen Trabbi und den feuerroten Horch H3 aus den 50ern vor dem Eingang stehen.

Im 1. Stock geht es hinter dem Eingangsbereich gleich mit Fahrzeugen auf der linken Seite weiter.

Von dem grünen Crash Trabbi hatte ich schon gelesen.  6 starke Männer haben das gute Stück die Treppen hoch getragen.

Der pinkfarbene Cabrio Trabbi ist auch ein Hingucker, dürfte aber aus der Nachwendezeit stammen.

Rechter Hand ist eine Postfiliale nachgebaut.

Dann kommt die Apotheke. Simagel Tabletten, Fibrex, Bromhexin Hustentropfen… alles da.

Und hier höre ich zum ersten mal: „Ach guck mal, die hatten wir auch!“ Ich sollte das noch viele Male hören an diesem Tag. Die Welt der DDR öffnete erst am 29.01.2017 seine Türen in Dresden.  Die Ausstellung besteht zu großen Teilen aus der in Insolvenz gegangenen Ausstellung „Zeitreise“ aus Radebeuel.

Sie will Erinnerungen und Emotionen wecken und bewahren. Ohne politische Hintergründe und ohne Wertung wird auf 1500 qm der frühete DDR-Alltag gezeigt.

Besonders interessieren mich die Wohnräume.  An jeder Ecke gibt es neue Details zu entdecken und so manches mal bin ich erstaunt,  haben doch einige Produkte den Sprung in die heutige Zeit geschafft.

Ich finde auch das Sandmännchen und „Ach du meine Nase“ Pittiplatsch im Kinderzimmer.

Als Camper muss ich einen prüfenden Blick in den Würth 301 werfen… alles drin, was eine rollende Wohnung braucht! Auch die Römersandalen fehlen nicht. Wenn man bedenkt, das dieser Wohnwagen ursprünglich „erfunden“ wurde, weil unverheiratete Pärchen damals aus moralischen Gründen kein Zimmer im Gasthaus bekamen. Heute undenkbar.

Nach ungefähr 1.5 Stunden habe ich alles gesehen und laufe durch den Ausgang zurück in die Gegenwart.

Mein Fazit: eine sehr schöne Zeitreise. Etwas mehr Hintergrundinformationen wären schön, aber die sollen wohl noch kommen.

 

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