Schloss Stolzenfels am Rhein bei Koblenz

Zu Stein gewordene Rheinromantik – Schloss Stolzenfels

Was macht man mit einer baufälligen Zollburg aus dem 13. Jahrhundert? Die Stadt Koblenz, seit 1802 Eigentümerin des Baus, schenkte Kronprinz Friedrich Wilhelm VI 1823 die Ruine. Und der ließ sie  aufwendig für sich und seine Frau Elisabeth von Bayern zu einer preußischen Sommerresidenz umbauen.

Die Pläne für den Bau und den Park stammen von Friedrich Schinkel und Peter Joseph Lennée. 1845 kam die englische Königin Victoria zu Besuch. Ungewöhnlich für diese Zeit ist das gemeinsame Schlafzimmer des königlichen Paares. Die Zimmer mit dem Rheinblick überließ der Kronprinz seiner Frau. Sie trat zum Gegenbeweis ihrer Liebe zum protestantischen Glauben über. Die tiefe Verbundenheit der Eheleute findet sich auch mehrfach in Form des bayrischen Wappens auf dem Interieur wieder.

Kurz nach der Fertigstellung ließ Friedrich Wilhelm Besichtigungen des Anwesens zu, wenn das königliche Paar nicht anwesend war. Er zeigte damit einmal mehr seine Nähe zum Volke. Der Kronprinz überstand turbulente politische Zeiten und überlebte zwei Attentate. Ab Juli 1857 erlitt er mehrere Schlaganfälle, war ab 1859 halbseitig gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Am 02.01.1861 bekam Friedrich Wilhelm einen letzten schweren Schlag und starb auf Schloss Sanssouci in Potsdam.

Seine Frau führte ihren Witwensitz unter anderem auf Schloss Stolzenfels und starb am 14.12.1873.

Friedrich Wilhelm VI war es auch, der sich -obwohl protestantischen Glaubens- für die Vollendung des Kölner Doms einsetze. Er genehmigte die Gründung des Kölner Dombauvereins und stelle Mittel bereit.

 

Außer in den Monaten Dezember und Januar ist das Schloss zu besichtigen. Innenaufnahmen sind leider nicht erlaubt. Für weitere Informationen auf der Internetseite des Schlosses bitte hier klicken.


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