SCHLOSS/BURG SAYN, GARTEN DER SCHMETTERLINGE – Bendorf, Teil 2, Rheinland-Pfalz

„1851 meinte der Preussische König Friedrich Wilhelm IV., dass er: „Gänzlich verwundert, geblendet und entzückt von dem Zauber von Sayn“ sei. Sein Bruder Wilhelm, später Kaiser des Deutschen Reiches, schrieb 1857 ebenso begeistert in das Gästebuch: „Wirklich, es ist ein rechtes Märchenschloss!““   Quelle: http://www.sayn.de/schloss-sayn 

Durch den wunderschön angelegten Schlosspark mit seinen monumentalen Bäumen und dem Teich mit der Fontäne gehe ich auf  Schloss Sayn zu. Mit seiner neugotischen Fassade erinnert es mich wirklich an ein Märchenschloss.

Ursprünglich war es ein spätmittelalterliches Burghaus, das spätestens 1757 im Stil des Spätbarock umgebaut wurde. Nach vielen Besitzerwechseln erwarb 1848 Fürst Ludwig von Sayn-Wittgenstein die Burg. Im Stil der Neugotik umgestaltet wurde es unter der Leitung des Architekten Francois Joseph Giard (1806-1872), der später als Chefintendant des Louvre in Paris fungierte.  Das einstige Burgmannenhaus blieb in grossen Teilen erhalten und wurde  an den Gebäudeecken mit Filialtürmchen verschönert. Die Parkansicht erhielt den wunderschönen und prunkvollen Stufengiebel. Über eine Freitreppe gelangt man auf eine grosszügige Terasse, von der man einen tollen Blick auf den Schlosspark hat. In diesem Teil befindet sich heute ein Restaurant. Auffallend ist die Verwendung von gusseisernen Elementen die in der Sayner Hütte gegossen wurden. Spitzbogenfenster, Dachgauben, Treppengeländer oder Säulen sind einzigartig. 1861-63 wurde ein Kapellentrakt mit der Schlosskapelle hinzugefügt. Leider wurde kurz vor Ende des 2. Weltkrieges das Schloss durch eine misslungene Brückensprengung der deutschen Truppen stark beschädigt. Lediglich die Kapelle überstand die Zerstörung ohne größere Schäden.  Die Instandsetzung des Schlosses wurde im Jahr 2000 unter der Leitung der Architekten E. Hädler und St. Schmilinsky vollendet.

Den Eingang des Schlosses erreicht man durch den Schlossturm mit seiner auffälligen barocken Dachhaube. Eine Treppe führt mich zu der Kapelle in der die kostbare Armreliquie der Hl. Elisabeth aufbewahrt wird. Darunter befindet sich die Grabkapelle des Fürstenhauses.

        

Ein paar Schritte weiter stehe ich vor dem prunkvollen Treppenhaus und bin überwältigt. Hier wurde Neues und Altes wunderbar kombiniert. Phantastische Stuckornamente zieren die Wände.

        

     

Ich besichtige das „Rheinische Kunstgussmuseum„. Hier werden u.a. Hals- und Armschmuck, ein filigranes Diadem, durchbrochene Teller, Ziertische, Sitz­möbel, eine Wendeltreppe, aber auch Herde gezeigt.

        

Weiter geht es zum „Fürstinnenzimmer“ mit Hochzeitsausstellung. Es ist eine Reise durch die Geschichte von sechs Generationen  der fürstlichen Familie Sayn-Wittgenstein-Sayn.

    

Das prächtige Kleid der zukünftigen Schmetterlingskönigin erregt meine Aufmerksamkeit. Wer möchte als Frau nicht auch einmal so etwas tragen.

 

http://www.sayn.de/schloss-sayn

Ich verlasse das Schloss und da ich vom Schlosspark aus noch die Ruine der Burg entdeckt habe, frage ich nach dem Weg dorthin. „Über die Terrasse des Schlosses, den Berg hoch und vielleicht 10 min zu laufen, bekomme ich als Antwort“. Nun gut denke ich, das ist doch wohl noch zu schaffen. Klar!!! Nach ca 20 min, schweißgebadet, gefühlten 100 Stufen und ein paar steile Steigungen bin ich am Ziel. Oben angekommen stelle ich fest, das man auch mit dem Auto hochfahren kann, denn in der Burgruine befindet sich eine Aussenstelle des Standesamts Bendorf. Hier kann man in entsprechendem Ambiente bestimmt eine schöne Hochzeit feiern. Das Restaurant „DIESAYNBURG“ lädt zum Essen, Trinken und Feiern ein.

Die Burg Sayn ist von Graf Heinrich III. (dem Großen) von Sayn Anfang des 13. Jahrh an der heutigen Stelle erbaut worden. Sie wurde nur wenige Jahre später, 1632 während des Dreissigjährigen Krieges von den Schweden zerstört. Die Burgruine wird seit 20 Jahren unter den heutigen Besitzern, Fürstin Gabriela und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn umfangreich saniert. Das erhaltene Mauerwerk der Kernburg wurde gesichert und Teile der Anlage konnten freigelegt werden. Weitgehend restauriert wurde auch der Bergfried. Burg Sayn gehört heute zu den beliebtesten Ausflugszielen am Mittelrhein.

        

Der steinige Weg hat mich mit einer tollen Aussicht auf Bendorf, Sayn und die Sayner Hütte mit ihrer einzigartigen Abschlusswand an der Westseite, die mit filigranen Eisenrippen und Glas gestaltet ist, belohnt.

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Vom Innenhof der Burg noch ein paar Bilder:

Das letzte Bild ist ein Zufallsbild mit einer interessanten Spiegelung.

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http://www.sayn.de/burg-sayn

Ich möchte mich nochmals ausdrücklich bei der Schlossverwaltung Sayn für die Genehmigung der Veröffentlichung meiner Fotos und der mir freundlicherweise zusätzlich zur Verfügung gestellten schönen Aufnahmen bedanken

Ich habe noch den Tipp bekommen auch die Abtei Sayn und die Hütte Sayn zu besichtigen. Das werde ich aber auf einem späteren Zeitpunkt verschieben.

Eure Kar So

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