Yenidze, Dresden

Eine Moschee mitten in Dresden? Könnte man meinen. Tatsächlich handelt es sich um eine alte Tabakfabrik – die Yenidze.

Der Sächsisch-königliche Hofliferant Hugo Zietz beauftragte 1907 den Architekten Martin Hammitzsch mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte für die Orientalische Tabak- u. Zigarettenfabrik Yenizde. Damals war es im Innenstadtbereich nicht gestattet, offensichtlich erkennbare Fabriken zu bauen. So kam der Orientliebhaber auf die Idee mit der Moschee und versteckte die Schornsteine in den Minaretten. Er wurde für diesen Entwurf aus der Reichsarchitektenkammer ausgeschlossen. Dennoch wurde der Bau 1909 fertiggestellt. 1924-1953 betrieb der Reemtsma-Konzern die Fabrik. Später hatte der VEB Tabakkonzern hier sein Lager. Nach der Wende wurde das Gebäude an einen Immobilienfonds verkauft, restauriert und seiner heutigen Nutzung zugeführt.

Yenizde hieß ein Tabakanbaugebiet bei Thessaloniki im heutigen Griechenland.

Heute wird das Gebäude als Bürohaus genutzt. In der imposanten Kuppel ist ein 360 Grad Restaurant ansässig.

Adresse: Weißeritzstr. 3, 01067 Dresden

www.yenizde.eu

Zu erreichen mit der S-Bahn S1 und S2, oder Tram 1,2,3,4 oder 10

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