Lagerstein Interview über Wacken und das neue Album 25/7

Titelfoto Roland Lorenz

Ich treffe
Mother Junkst , Captain Gregarggh und The Majestic Beast von Lagerstein nach ihrem fulminanten Auftritt beim Wacken Open Air 2019.

Karina: Ahoy,  ich habe mitbekommen, das ihr vor dem Auftritt zusammen Hey Jude gesungen habt. Habt Ihr auch Jägermeister getrunken?

Captain Gregarggh: Oh jaa – Jägermeister und Hey Jude sind unser Ritual vor der Show.

Mother Junkst: Wir singen das jedes Mal.

The Majestic Beast: Ja, das ölt die Stimme.

Captain Gregarggh: Wir stimmen uns damit ein. Die Band ist wie eine große Familie. Alles was wir machen machen wir gemeinsam. 

Karina: Ihr reist durch die Welt und macht überall eine große Party?

Mother Junkst: Ja, das ist genau das, was wir tun. Ein großer Spaß!

Captain Gregarggh: Das Lächeln in den Gesichtern der Leute ist das Größte.

Karina: Was hat es mit dem aus dem Schuh-trinken auf sich?

Mother Junkst: Oh, Du ziehst Deinen rechten Schuh aus, füllst ihn mit Bier auf, trinkst ihn aus und setzt dir den Schuh auf den Kopf.

The Majestic Beast: Wie erklären wir das Deutschen? Ok, wenn Du auf einer Party einen hast, der sein Bier aus einem Glas trinkt und einen anderen, der aus seinem Schuh trinkt – wer hat wohl mehr Spaß?

Karina: Wahrscheinlich der mit dem Schuh.

The Majestic Beast: Genau. Das ist die Sache mit dem Schuh. Es ist zum Spaß. Und das ist im Grunde alles, was Du über Shoeing wissen musst.

Mother Junkst: Möchtest Du jetzt einen Shoe mit uns trinken?

Karina: Äh…ich glaube nicht, Danke. Ich möchte keinen nassen Socken.

Captain Gregarggh: Aber der nasse Socken erinnert Dich noch den ganzen Abend an den Spaß!




Karina: Euer neues Album kommt am 23.08.2019. Ich habe es mir schon angehört.

Captain Gregarggh: Ja, es heißt 25/7. Es geht ums Spielen und ausgiebige Party feiern. Da ein Tag dafür gar nicht genug Stunden hat, heißt es 25/7, also 25 Stunden 7 Tage lang Party. Hat es Dir gefallen?

Karina: Ja, absolut! Ich finde, es ist Euer bestes Album geworden.

Mother Junkst: Wir wollten den Fans neue Musik geben, um die Party auszudehnen.

Captain Gregarggh: Wir haben eine große musikalische Bandbreite auf dem Album, ein bisschen Reggae, ein bisschen Metal, Rockabilly, etwas Old School Rock’n Roll – alles für eine gute Party.

Karina: Ihr wart 2 Jahre nicht in Europa?

Mother Junkst: 2016 war das Release unseres zweiten Albums.

Captain Gregarggh: 2017 waren wir dann für 80 Konzerte in Europa, am Ende des Jahres waren es insgesamt 105 Gigs. Es war ein großes Jahr für uns. 2018 haben wir verschiedene Arbeiten erledigt.

Mother Junkst: Im April 2019 sind wir dann nach Europa zurückgekehrt, haben einen Monat in Schweden unser neues Album 25/7 aufgenommen und seitdem sind wir hauptsächlich auf Festivals unterwegs.

Karina: Wie oft habt ihr schon in Wacken gespielt?

The Majestic Beast: Das ist unser erstes Mal.

Captain Gregarggh: Wir waren in 2017 als Gäste hier und haben uns gesagt, in ein paar Jahren wollen wir hier auch spielen. Nur zwei Jahre später ist es soweit und wir können nicht stolzer sein. Wir fühlen uns so geehrt, hier zu sein. Es ist wirklich das beste Festival für Metalheads auf der ganzen Welt. Sie denken hier an alles. Und das beste für mich ist, sie versuchen, kleinere Bands zu pushen, damit sie größer werden. Sie reichen Dir die Hand, sagen „geh und knüpf Kontakte, sprich mit anderen Bands. Hier ist Deine Möglichkeit, jetzt liegt es jetzt an Dir“.




Karina: Geht ihr auf eine Release –Tour zu eurem Album?

The Majestic Beast: Ja, wir starten drei Wochen nach Wacken. Die Tour geht über mehr als 40 Tage in Europa und in UK. Im November starten wir eine Tour in Australien. Wir freuen uns sehr darauf. Das ist unsere größte Headliner Tour, die wir je gemacht haben. Ich glaube es sind 43 Shows in 44 Tagen. Wir werden vielleicht sterben..

Captain Gregarggh: Wenn Du siehst, wie viel wir auf der Bühne trinken, nach dem Auftritt und die ganze Nacht durch, dann würdest Du sagen, wir arbeiten hart.

Karina: Habt ihr eine interessanten Story zur Aufnahme von 25/7?

Captain Gregarggh: Wir haben sie mit Frederik Nordström vom Studio Fredmann in Schweden aufgenommen. Er arbeitet mit so großartigen Bands wie Dimmu Borgir, In Flames, Opeth, Powerwolf, Arch Enemy, Bring me the Horizon, At The Gates, Soilwork zusammen und ist so ein entspannter Typ.

Mother Junkst: Es war alles sehr leicht mit ihm und ein wirkliches Geschenk für uns, einen Monat als Band bei Frederik zu sein und ein Album zusammen zu machen.

Captain Gregarggh: Er hat mit so großen Bands zusammen gearbeitet, aber er sagte zu uns, wenn die Welt voll mit Lagerstein wäre, hätten wir Weltfrieden. Er liebt uns sehr und hat es genossen, das wir bei ihm waren.

The Majestic Beast: Er sagte, seitdem er uns getroffen hat, versteht er die Bedeutung von Fröhlichkeit.

Captain Gregarggh: Das ist für uns das Wichtigste! Egal wo wir hingehen, wir wollen Leute fröhlich machen, wollen sie lächeln sehen. Wenn ich die lächelnden Gesichter vor der Bühne sehe, weiß ich, ich habe meinen Job gemacht.

Mother Junkst: Cheers – auf die Fröhlichkeit!



Karina: Wie lang war eure Anreise nach Wacken? Seit ihr direkt von Australien gekommen?

The Majestic Beast: Nein, wir sind seit April in Europa, unser letztes Konzert war am Samstag in Lille in Frankreich und wir sind dann über Belgien nach Deutschland gefahren, wo wir irgendwo noch zwei Nächte übernachtet haben.

Mother Junkst: Wir haben letzte Woche mehr Zeit im Auto verbracht als außerhalb.

Captain Gregarggh: Im Juli waren wir unter anderem auch in Rumänien auf dem Festivalul Celtic Transilvania.

Karina: Schaut ihr euch noch andere Bands an in Wacken?

Mother Junkst: Oh, definitiv. Slayer, Rose Tatoo..

Captain Gregarggh: .. und australische Bands wie Airbourne. Wir haben uns  auch Christopher Bowes and His Plate of Beans angesehen.

Karina: Ich danke Euch für Eure Zeit.

Mother Junkst: Wir danken Dir!

Captain Gregarggh: Besucht uns bei unseren Shows!

 

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