Mythos Wald – 20.03. bis 30.12.2026
Es gibt Ausstellungen, die schaut man sich an – und es gibt solche, die man erlebt.
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen gehört ganz klar zur zweiten Kategorie.
Wir hatten das große Glück, die Ausstellung bereits vor der offiziellen Eröffnung besuchen zu dürfen – und was sollen wir sagen? Wir sind immer noch völlig geflasht.
Die neue Ausstellung ‚Mythos Wald‘ ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit ‚Das zerbrechliche Paradies‘ im Jahr 2021 begann, gefolgt von ‚Planet Ozean‘ in 2024.
Vom ersten Moment an: mitten im Wald
Die Ausstellung nimmt uns mit auf eine Reise durch die Wälder unserer Erde, von tropischen Regenwäldern bis hin zu den geheimnisvollen Landschaften Europas.
Was uns sofort begeistert hat: die unglaublichen, großformatigen Fotografien. Teilweise erstmals zu sehen, ziehen sie einen regelrecht in das Bild hinein. Man steht davor und verliert sich in Details, Lichtstimmungen und Momenten, die die Schönheit – aber auch die Verletzlichkeit unserer Wälder eindrucksvoll zeigen.
Natur zum Staunen – und zum Verstehen
Neben den Bildern sind es auch die zahlreichen Exponate, die diese Ausstellung so lebendig machen.
Ein absolutes Highlight: die beeindruckenden Leihgaben aus dem Museum Koenig Bonn. Vom urzeitlichen Riesenhirsch bis hin zu faszinierenden Tierpräparaten – jedes Objekt erzählt seine eigene Geschichte und lässt uns staunen.
Besonders spannend fanden wir auch den Perspektivwechsel: Neben großen, bekannten Tieren werden auch die oft übersehenen kleinen Wunder des Waldes gezeigt – winzige Organismen, die genauso wichtig für das Ökosystem sind.
Ein Highlight von ganz vielen
Und dann war da diese Szene, die uns sofort in ihren Bann gezogen hat:
Ein Videoausschnitt aus „Die Eiche – mein Zuhause“.
Die Verfolgungsjagd zwischen Habicht und Eichelhäher ist unglaublich spannend inszeniert – dynamisch, nah dran und so fesselnd, dass man automatisch stehen bleibt und zuschaut.
Für uns definitiv eines der Highlights der Ausstellung. Genau solche eindrucksvoll erzählten Momente machen „Mythos Wald“ so besonders.
Lichtskulptur Der Baum
Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist ohne Zweifel die monumentale Installation „Der Baum“ – eine Lichtskulptur, die ihresgleichen sucht.
Man steht darunter, blickt nach oben in die scheinbar endlose Baumkrone – und verliert komplett das Gefühl für Raum und Zeit. Licht bewegt sich, pulsiert, verändert sich.
Ebenso beeindruckend: die Installation „Global Sunrise“, die den Moment des Sonnenaufgangs in den Wäldern dieser Welt auf poetische Weise inszeniert. Klang, Licht und Raum verschmelzen hier zu etwas wirklich Magischem.
Mehr als nur schön – auch wichtig
Bei aller Begeisterung wird aber auch klar: Diese Ausstellung will mehr. Sie zeigt nicht nur die Schönheit der Wälder, sondern macht auch auf ihre Gefährdung aufmerksam.
Interaktive Elemente wie „Der lebendige Wald“ verdeutlichen eindrucksvoll, wie sich unsere Wälder verändern – und wie dringend sie unseren Schutz brauchen.
Unser Fazit: Unbedingt hingehen!
„Mythos Wald“ ist für uns eine der eindrucksvollsten Ausstellungen, die wir je im Gasometer erlebt haben.
Wir sind begeistert – wirklich begeistert.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese Ausstellung zu besuchen: Tut es.
Lasst euch hineinziehen, nehmt euch Zeit – und erlebt den Wald einmal ganz anders.
Wir kommen definitiv wieder.
Alle Fotos: ©AKA_Gey
























