Titelfoto: Der Bühnensaal der Oper von Venedig (La Fenice), 2020, © picture alliance/dpa / Annette Reuther


Der wahrscheinlich emotionalsten aller Kunstformen widmet die Bundeskunsthalle nach der Sommerpause eine opulente Ausstellung, ein sinnliches Erlebnis des „Gesamtkunstwerkes“ Oper und gleichzeitig im wahrsten Sinne des Wortes ein Blick hinter die Kulissen, der auch dem Opernkenner noch überraschendes und neues bieten wird.

In der Oper verbinden sich verschiedene Formen der Kunst (Musik, Gesang, Schauspiel, Tanz) und des Handwerks (Kostüm, Bühne, Licht) zu einem spektakulären Gesamtkunstwerk. Sie überschreitet die Grenzen der Realität, lebt von dramatischen Extremen, vom Magischen und Irrationalen und ist als Kunstereignis einmalig und vergänglich.

Ausgehend von den Anfängen der Oper in Italien inszeniert die Ausstellung kaleidoskopartig Blicke auf verschiedene Opernkonstellationen. Sie präsentiert die barocken Spektakel an den europäischen Höfen und geht der Vielfalt der kommerziellen Spielstätten im Venedig des 17. Jahrhunderts nach. Am Beispiel berühmter Opernhäuser wie der Mailänder Scala, der Wiener Hofoper oder der New Yorker Met erzählt sie vom Wachs-tum und Wandel der Institution im 19. und 20. Jahrhundert sowie von Menschen, die sich zusammenfinden, um ihren inneren Bildern die sinnliche Gestalt zu verleihen, die das Publikum zu sehen und zu hören bekommt.

Begleitet von Einspielungen zahlreicher Opernwerke, erzählen Gemälde und Kostüme, Plakate und Bühnenbildmodelle, Karikaturen und Programmhefte und vieles mehr bekannte und unbekannte Geschichten einer sich immer wieder neu erfindenden Gattung und Institution.

 

30. SEPTEMBER 2022 BIS 5. FEBRUAR 2023

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Museumsmeile Bonn
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn

Information
T +49 228 9171–200
F +49 228 234154
info@bundeskunsthalle.de

Jean Seignemartin,  Das Ballett in Faust 1871 Öl auf Leinwand
© Lyon MBA, Foto: Alain Basset

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