Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Ausstellung Blickpunkt Bergwerk


6. September 2018

Der Leipziger Fotograf Michael Bader war im Auftrag der RAG-Stiftung in den Jahren 2016/2017 für insgesamt 6 Wochen in den Zechen Auguste Victoria, Pluto, Prosper Haniel und Anthrazit Ibbenbüren unterwegs.

Neben den Fotografien für das Projekt Glückauf Zukunft entstand auch die Portraitreihe “Oberirdisch”.

Fotos von Michael Bader

Der Kumpel an sich ist ne Type. Ein Mann auf den sich der Kollege verlassen kann. Pünktlich am Schacht, zupackend, hilfsbereit. Der Berg prägt diese Männer, schweißt sie zusammen. Was die da oben sagen, zählt am Streb nicht viel. Unter Tage sind alle gleich – Bergmann.

Michael Bader – Quelle
Fotos im Hintergrund von Michael Bader

Bader lud die Bergleute direkt nach ihrer Schicht zum Shooting ein und die Kumpel machten mit. Entstanden sind gestochen scharfe, im wahrsten Sinne porentiefe Aufnahmen von Menschen an ihrem Arbeitsplatz, die Mühen der anstrengenden Maloche deutlich ins Gesicht geschrieben. Angesichts der Schließung der beiden letzten aktiven Steinkohlebergwerke zum Ende des Jahres hat Bader die Geschichte von morgen für die Nachwelt festgehalten.

Die Fotografien von Michael Bader sind im Deutschen Bergbau-Museum Bochum unter dem Titel Blickpunkt Bergwerk noch bis 31.12.2018 zu sehen. Der Eintritt ist im derzeit wegen des Umbaus noch ermäßigten Museumseintritt enthalten und kann mit dem Anschauungsbergwerk zusammen besichtigt werden.

Preiseab 28. November 2017
Erwachsene5,00 €5,00 €
ermäßigt 1)2,00 €2,00 €
Kinder unter 6 Jahrefreier Eintrittfreier Eintritt
Familienkarte 2)11,50 €11,50 €
Jahreskarte 3)12,50 €12,50 €
Familien-Jahreskarte25,00 €25,00 €

In Kürze startet im Bergbau-Museum Bochum auch eine spannende  Vortragsreihe. Hier die offizielle Pressemitteilung:

Vortragsreihe zu „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ startet im Deutschen Bergbau-Museum Bochum

Das umfangreiche Begleitprogramm zur Gemeinschaftsausstellung von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ hat ab September einen weiteren Baustein: Am 13. September 2018 startet eine Vortragsreihe, die sich unter verschiedenen Schwerpunkten mit Fragen des Steinkohlenbergbaus, seiner Geschichte und seines Erbes auseinandersetzt. Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Deutschen Bergbau-Museum Bochum statt, der Eintritt ist frei.

Die Vortragsreihe nimmt zentrale Fragestellungen und Elemente der Ausstellung auf und beschäftigt sich an sieben Abenden mit gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, ökologischen und ökonomischen Ebenen des europäischen Steinkohlenbergbaus. Neben den drei Ausstellungsmachern Brüggemeier, Farrenkopf und Grütter sprechen Referentinnen und Referenten aus Kultur, Wirtschaft, Forschung und Bildung zu Themen wie Kohle und Umwelt, Kohle und Fußball, Kohlehandel global, Männer und Frauen im Bergbau, Kohle und Chemie sowie Bergbau in der Ukraine. Zum Auftakt am 13. September beleuchtet Dr. Michael Farrenkopf, Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, ob und wie sich im europäischen Vergleich das Ende des Bergbaus dargestellt hat bzw. noch immer darstellt.

Konzipiert haben die Reihe zwei der drei Ausstellungsmacher – Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier und Dr. Michael Farrenkopf. Veranstaltungsort ist mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum der Ort, an dem das kulturelle Erbe des Bergbaus erforscht, bewahrt und vermittelt wird. Die Vorträge finden im Museumserweiterungsbau DBM+ statt, in dem zurzeit mit „Blickpunkt Bergwerk. Fotografien von Michael Bader“ aktuelle Aufnahmen aus dem deutschen Steinkohlenbergbau gezeigt werden. Die Ausstellung ist an den Vortragsabenden ab 18.30 Uhr geöffnet.

Die Termine im Überblick:

_Do, 13.09. | 19:00 Uhr

Abschiede: Das Ende des Bergbaus in Europa

Dr. Michael Farrenkopf, Montan- und Technikhistoriker sowie Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, spricht zum Bergbauende im europäischen Vergleich. Welche Folgen hatten Ausstiege aus dem Steinkohlenbergbau in Wirtschaft und Gesellschaft?

_Do, 20.09. | 19:00 Uhr

Kohle und Umwelt

Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier ist Historiker und Mediziner, Professor em. für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Universität Freiburg. Er ist zudem einer der Ausstellungsmacher von „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ und spricht über Kohle und Umwelt, ein Thema, das lange den Aufstieg der Kohle verhinderte und jetzt ihren Abschied beschleunigt.

_Do, 27.09. | 19:00 Uhr

Der globale Kohlehandel: Stand und Perspektiven

Prof. Dr. Franz-Josef Wodopia, Wirtschaftswissenschaftler, Geschäftsführer des Vereins der Kohlenimporteure in Berlin und u. a. Vorsitzender des Marktausschusses von EURACOAL referiert über den globalen Kohlehandel. Wie sind der aktuelle Stand und wie die Perspektiven?

_Do, 04.10. – 19:00 Uhr

Kohle und Fußball

Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums und Mitglied des Vorstands der Stiftung Zollverein, spricht über die Zusammenhänge von Kohle und Fußball in der Geschichte des Ruhrgebiets.

_Do, 11.10. – 19:00 Uhr

Kohle und Chemie heute

Prof. Dr. Ferdi Schüth, Chemiker, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr. Seit Juni 2014 ist Schüth für eine Amtszeit von sechs Jahren Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und repräsentiert dort Energiethemen. Kohle und Chemie waren im 19. Jahrhundert unmittelbar verbunden – ein Verhältnis, das heute noch besteht?

_Do, 18.10. – 19:00 Uhr

Männer und Frauen im europäischen Bergbau der Neuzeit

Dr. Dagmar Kift, stellvertretende Museumsdirektorin am LWL-Industriemuseum | Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, spricht über Geschlechterrollen im Bergbau. Ist und war die Welt des Bergbaus wirklich eine reine Männerwelt?

_Do, 25.10. – 19:00 Uhr

Bergbau im Donbass

Prof. Dr. Tanja Penter, Historikerin und Professorin für osteuropäische Geschichte an der Universität Heidelberg, beforscht die Geschichte Russlands, der Ukraine und der Sowjetunion im 19. und 20. Jahrhundert. Sie wirft einen Blick auf den Bergbau in der Ukraine, der für den Aufstieg der Sowjetunion von entscheidender Bedeutung war. Was ist davon heute geblieben?

Für alle Vorträge gilt:

Ort: DBM+, Museumserweiterungsbau, Eingang Europaplatz/Schillerstraße
Anschrift: Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum
Dauer: ca. 90 Min. inkl. Diskussion
Kosten: Eintritt frei
Weitere Informationen unter: www.bergbaumuseum.de/vortraege

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