Chicago am Rhein-Miljöh Führung mit dem langen Tünn in Köln

“Eine Miljöh-Führung mit einem der letzten Zeitzeugen in der Kölner Rotlichtszene.”

Sonntagabend, 18 Uhr. Etwa 30 Personen haben den Schneemassen getrotzt und warten am Treffpunkt Residenz Astor Film Lounge auf Anton Claaßen. So heißt der lange Tünn richtig. Für 29,00 € begleiten wir ihn 600 Meter durch Köln. Alle paar Minuten bleibt er stehen und gibt uns Einblicke in sein bewegtes Leben. Dabei gab es einiges zu Lachen. Anton Claaßen spricht über eine Zeit, die schon lange vorbei ist.

An den Sartory-Sälen ist der Weg nach 2,5 Stunden zu Ende und der ehemalige Türsteher führt uns ins  Brauhaus Päffgen. Wir folgen ihm, setzen uns in einen leeren Raum und bestellen Kölsch. Der lange Tünn schaut nochmal rein, klopft mir auf die Schulter “Ich komme gleich”, geht  – und ward nicht mehr gesehen. Nach 3 Kölsch frage ich den Köbes nach ihm.  “Der ist doch schon weg.” Aha.

Fazit: Ich habe außer über das Miljöh viel über Promis wie Günter Jauch, Oliver Pocher, Mario Barth, Nino di Angelo, Willi Herren, Howard Carpendale, Margarete Schreinemakers, Horst Held, Overath, Böhmermann, Christoph Daum, den Klums und Geissens und wie sie alle hießen gehört. Ok, der lange Tünn ließ an den Wenigsten ein gutes Haar.

Fazit: Ein derbes Vergnügen, kann man mal machen! Tickets gibt es hier.

Wer sich ein Bild vom langen Tünn machen möchte, kann sich hier einen Vorgeschmack holen:

Tipp: Wer drei Euro drauflegt bekommt im Scala auf dem Hohenzollernring eine tolle Show geboten, die kölscher wohl nicht sein kann:

Einen schönen Bericht habe ich bei www.karso-unterwegs.eu gefunden: Scala Theater

 

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3 Kommentare

  1. Wer überlegt, diese Tour zu machen, sollte bzgl. der menschenverachtenden Sprüche, die pausenlos rausgehauen werden, vorgewarnt sein. Dass der Mann vor Sexismus strotzt, hätte ich erwarten können. Er ist und bleibt ein ehemaliger Zuhälter, der die damalige Zeit nicht kritisch reflektiert, sondern die alte Denkweise noch voll lebt. Hinzukamen jedoch noch die rassistischen Sprüche. Es kommt alles vor, von “ich hasse N***”, über “Kana***, die Pädsköpp”, bis “Ich hasse alle Perser” und noch einiges mehr.
    Seine Geschichten sind ausserdem keineswegs interessant, sondern sehr durcheinander. Er wiederholt sich ständig und zählt Personen auf, die er hasst.
    Schade, dass eine Person, die nach all den Jahren nichts gelernt hat und in jeder Hinsicht  menschenverachtend ist, so als Legende gefeiert und seine Worte als “kölscher Verzäll” normalisiert werden. Und wirklich schade, dass ich diese Tour gebucht und ihn dadurch auch noch unterstützt habe.

    1. Hallo Miri, genau so habe ich es auch erlebt. Wir haben die Tour geschenkt bekommen und nach 20 Min abgebrochen. In dieser kurzen Zeit fielen unzählige Male die Wörter Lutschpuppen, die AHL oder dat Hohn. Müssten alle mal ordentlich durchgerasselt werden. Puh, hat lange gebraucht, bis ich die widerliche Stimme aus dem Kopf raus hatte.

  2. Ich hatte gestern auch das “Vergnügen” im Rahmen einer Weihnachtsfeier an dieser Tour teilnehmen zu dürfen/wollen aber Gott sei Dank nicht bis zum Ende zu müssen. Ich schließe mich in allen Punkten “Miri” an, mir hat es schon nach einigen Minuten gereicht. Und ich war nicht die Einzige. Sowas habe ich noch nicht erlebt, durchgehend unterste Schublade, widerlich.

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