Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. Heinrich Heine

Kleiderordnungen (Dress Codes) gibt es schon seit dem Altertum. Im Mittelalter wurden die von
Landesherren, Reichstagen und Stadträten beschlossenen Kleiderordnungen in Deutschland zu einem festen Bestandteil der allgemeinen Gesetzgebung.

Abdem 20. Jahrhundert lockerten sich die strengen Regelungen. Die Kleidung orientierte sich nach ungeschriebenen Gesetzen trotzdem noch nach nationaler Zugehörigkeit, Religion, Lebensalter oder Geschlecht. Heute unterscheiden wir hauptsächlich zwischen Berufsbekleidung wie Uniformen, Schutzkleidung, Büro-Outfits etc. und Freizeitbekleidung (Sport, Mode u.m.). Kleidung sendet Signale und  kommuniziert mit der Umfeld und senden Signale. Mode ist eine Art Code, um Identität zu stiften und Gruppenzugehörigkeit sichtbar zu machen oder sich von anderen Gruppen bewusst und deutlich zu distanzieren. 

Die spannende Ausstellung aus Japan geht dieser Entwicklung nach und gibt den Besucher*innern die Möglichkeit, sich interaktiv mit dem “Spiel der Mode” auseinanderzusetzen und selbst Teil davon zu werden.

Die Ausstellung ist in 12 Sektionen unterteilt:

1. DRESS CODES?
2. MÜSSEN WIR UNS AN KLEIDERVORSCHRIFTEN HALTEN?
3. WER NICHT ARBEITET, SOLL AUCH NICHTS ANZUZIEHEN HABEN …?
4. IST ES NOTWENDIG, SICH ZU TARNEN?
5. WIE WICHTIG IST AUTHENTIZITÄT ODER EINE MARKE?
6. BENÖTIGEN WIR FÜR EINE ÄSTHETISCHE EINE KULTURELLE BILDUNG?
7. WIE BEWUSST WÄHLE ICH MEINE GARDEROBE?
8. WIE WERDE ICH VON ANDEREN (AN-)GESEHEN?
9. IST ES FALSCH, AUF ERWACHSENE ZU HÖREN?
10. KANN JEDE*R MODISCH SEIN?
11. IST MODE EIN SPIEL?
12. GIB, UND DIR WIRD GEGEBEN WERDEN …?

und präsentiert internationale Mode von 60 Designer*innen, darunter Giorgio Armani, Chanel, COMME des GARÇONS, Issey Miyake, Burberry oder Louis Vuitton und zeitgenössischer Kunst, u.a. von Tom Sachs, Chelfitsch, Hans Eijkelboom, Keizo Motoda, Cindy Sherman oder Juergen Teller.

Die aus Japan kommende Ausstellung des National Museum of Modern Art, Kyoto, und des Kyoto Costume Institute entstand in Kooperation mit der Bundeskunsthalleund war zuvor im National Museum of Modern Art, Kyoto, dem Contemporary Art Museum, Kumamoto, und der Tokyo Opera City Art Gallery zu sehen.

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